Arroganz im Berufsleben - Selbsttest und Tipps für Frauen


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Arroganz ist eine Eigenschaft, die grundsätzlich erst einmal negativ belegt ist. Wer also arrogant eingeschätzt wird, gilt als unsympathisch und überheblich und wirkt damit auf die Umgebung eher abstoßend als anziehend. Allerdings kann Arroganz auch strategisch genutzt werden und gerade Frauen im Beruf können sich diese Eigenschaft gegenüber Männern zunutze machen.

Was ist Arroganz?

Arroganz wurde in der Vergangenheit auch gern mit dem Synonym Hochmut bezeichnet. Grundsätzlich wird heute, wenn eine Person als arrogant bezeichnet wird, darunter verstanden dass diese Person entweder ihren eigenen Rang oder aber ihren eigenen Wert beziehungsweise auch ihre Fähigkeiten in unrealistischer Weise und abweichend von der Einschätzung anderer als außergewöhnlich hoch einschätzt.

Das "Arroganz-Prinzip" von Peter Modler

Peter Modler hat ein Buch mit dem Titel "Das Arroganz-Prinzip" herausgebracht, das die Arroganz speziell bei Frauen in ein völlig neues Licht stellt. Gerade im beruflichen Bereich schaffen es Männer immer wieder, ihre Machtposition geltend zu machen, indem sie gegenüber Frauen sehr erhaben auftreten. Peter Modler stellt in seinem Buch klar, dass Frauen mit einem arroganten Auftreten diesem männlichen Verhalten mit Arroganz entgegen treten können und den Mann so in seine Schranken verweisen können. Frauen sollten nicht arrogant auftreten, um dies zu ihrem Lebensmotto zu machen, sondern dieses Verhalten als effektives Werkzeug gezielt gegenüber männlichem Verhalten einzusetzen und so das dominante Revierverhalten mancher Männer entkräften. Mit dem Arroganz-Prinzip können sich Frauen im Alltag und auch im Berufsalltag besser behaupten und haben ein Werkzeug an der Hand, das der Mann nicht leicht entkräften kann.

Die Vorteile von Arroganz

Auch wenn die Arroganz grundsätzlich als Eigenschaft sehr negativ belegt ist, kann sie dennoch im bestimmten Situationen auch Vorteile mit sich bringen. Immer dann, wenn diese nicht als Charaktereigenschaft, sondern als gezieltes soziales Werkzeug zum Einsatz kommt, kann sie auch durchaus Vorteile mit sich bringen. Das kann beispielsweise dazu führen, dass Arroganz gezielt zur Ausgrenzung von Personen genutzt wird, die sich über die eigene Person erheben, die anmaßend sind oder die auch Revierüberschreitungen begehen. Immer dann, wenn es gilt, das Gegenüber in seine Schranken zu verweisen und ihm zu verbieten, der eigenen Person zu nahe zu treten, kann Arroganz sich als vorteilhaft erweisen.

Die Nachteile von Arroganz

Allerdings kann ein arroganter Auftritt auch Nachteile nach sich ziehen. Auch unter dem Synonym Hochmut oder Überheblichkeit sowie Hochnäsigkeit bekannt, kann dieses Verhalten auch viele Nachteile nach sich ziehen. Immer dann, wenn das arrogante Verhalten die eigene Person über die Umgebung stellen soll und dem Umfeld signalisieren soll, dass die eigene Bedeutung deutlich höher angesiedelt ist, als die Bedeutung der anderen Personen, dann erweist sich dieses Verhalten als negativ. Das gilt auch am Arbeitsplatz. Wer anderen unbegründet und ohne dass diese sich anmaßend verhalten, mit einem arroganten Verhalten nicht auf Augenhöhe begegnet und signalisiert, etwas Besseres zu sein, wird mit diesem arroganten Verhalten nur Nachteile haben.

Wie erkennt man einen arroganten Menschen?

Arrogante Menschen lassen sich schnell daran erkennen, dass sie der Umgebung signalisieren, dass ohne sie nichts läuft oder dass die Ergebnisse zumindest deutlich schlechter ausfallen. Auch daran, dass ein Mensch permanent die eigenen Leistungen hervorhebt und signalisiert, dass diese Leistungen in der Qualität ohnehin niemand erbringen kann, ist als arrogant erkennbar. Immer dann, wenn eine Person sich selbst in den Mittelpunkt des Geschehens rückt, sich selbst deutlich von der Umgebung - beispielsweise auch von Kollegen - distanziert, ist Arroganz erkennbar.

Dazu kann sich Arroganz aber auch in der Körpersprache zeigen. Sind die Mundwinkel unnatürlich angehoben oder zeigt sich jemand häufig mit angehobenen Augenbrauen, dann kann dies ein Indiz für Arroganz sein. Auch dann, wenn das Gegenüber wenig Blickkontakt aufnimmt oder beim Reden durch das Gegenüber förmlich hindurch schaut, kann das ein Zeichen von Arroganz sein. Wippt ein Mensch beim Gespräch ständig mit dem Fuß oder stellt sich hoch aufgerichtet mit auf dem Rücken verschränkten Armen gegenüber, ist dies auch ein mögliches Zeichen von Arroganz. Bei der Deutung der Körpersprache sollte man aber vorsichtig sein, denn manches Verhalten zeigen oft auch unsichere und schüchterne Menschen. 

Arroganz kann sich für Frauen als hilfreich und nützlich erweisen

Gerade für Frauen kann sich ein arrogantes Verhalten auch manchmal als sehr sinnvoll erweisen. Besonders gegenüber Männern und speziell im beruflichen Alltag kann Arroganz auch ein sinnvolles soziales Werkzeug zum Schutz einer Frau sein. Mit einem arroganten Verhalten kann eine Frau einen Mann - aber auch eine Frau - in die Schranken verweisen, ohne diese Person verbal auf ihr anmaßendes Verhalten hinweisen zu müssen. Dazu kann eine Frau ihre eigene Unsicherheit, die mit dem anmaßenden Verhalten es Gegenübers möglicherweise auftritt, mit Arroganz gut überspielen und so das eigene Gesicht wahren.

Unsicherheit mit Arroganz überspielen

Arroganz muss - so negativ sie auch bewertet wird - nicht immer eine negative Charaktereigenschaft eines Menschen sein. Viele Menschen wirken auf ihre Umgebung auch schon arrogant, weil sie sehr zurückhaltend sind. Diese Zurückhaltung kann aber die Folge von Unsicherheit und sogar Schüchternheit sein und diese - bewusst eingesetzt - überspielen oder auch nur unbewusst den Eindruck der Arroganz vermitteln.



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